Juli 14, 2015

Seminare

Krankheiten stellen ernste Krisensituationen im Leben der Betroffenen dar, ähnlich wie der Verlust naher lieber Vertrauter oder des Arbeitsplatzes, oder schwere materielle Belastungen. Die Beschäftigung mit solchen Krisen kann wesentliche Konsequenzen für das weitere Leben haben. Das Wissen, dass jede Krise auch eine Chance in sich birgt, bietet eine Gelegenheit für entscheidende innere Wachstumsschritte. Übernehmen wir Verantwortung für den Umgang mit allen Ereignissen in unserem Leben, mit allenFreuden und Herausforderungen, und bringen wir dies in Zusammenhang mit dem eigenen Sein, so können wir erkennen, welche Bedeutung bestimmte Erfahrungen haben. Krisenbewältigung ist erlernbar. Die einzige Voraussetzung liegt in der Erkenntnis: „Das ist meine Krise, das ist meine Krankheit. Jedoch: Ich bin nicht meine Krise, bin nicht meine Krankheit. Ich treffe die Entscheidung, mich selbst damit in meinem Inneren zu beschäftigen“.

Die mehr als 50 Seminare, die ich seit mehreren Jahren im Wiener Albert Schweitzer Haus halte, haben zum Ziel, Patientinnen und Patienten und deren Angehörige bei ihrer Krankheitsbewältigung zu unterstützen, die Krankheit mit dem eigenen Leben in Zusammenhang zu bringen, Geist und Körper als Einheit zu betrachten, und von dieser ganzheitlichen Sicht her das Tor zur Heilung zu öffnen. Schulmedizin und Komplementärmedizin sind zwei therapeutische Säulen, die eng miteinander arbeiten sollen, aufeinander angewiesen sind und miteinander zum Wohle von Erkrankten wirken. So wie eine Operation oder eine entsprechende Nachbehandlung ist auch die innere Auseinandersetzung mit Krankheitsursachen Voraussetzung für die Heilung.