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Meine Lieben,
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Ich wünsche Euch allen eine erfüllende Frühsommerzeit. Die Natur ist nach dem Regen und der Wärme in vollem Austreiben und Blühen. Die Vögel machen vom frühen Morgen bis spät abends Konzerte, und alles scheint in Harmonie und Glück und Freude. Wie viel können wir selbst von all dem lernen!
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Das letzte Seminar "Wege in die Freude" hat so mancher Teilnehmerin, so manchem Teilnehmer die Grenzen aufgezeigt. Die Erfahrungen des eigenen Lebens lassen sich nur schrittweise heilen, vieles braucht sehr viel aufmerksames Hinhorchen und benötigt Vergebung, bis es endlich gehen darf.
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Deshalb habe ich mich entschlossen, der Heilung des Herzens im nächsten Wochenend-Seminar vom 12. bis 13. September (im Albert-Schweitzer-Haus, 1090 Wien, Schwarzspanierstraße 13) besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Ja, wir hatten dieses Thema schon viel früher einmal behandelt, doch ist dies so zentral in unserem Leben, dass Wiederholung durchaus sinnvoll ist. Die geheilte Herzenskraft ist Voraussetzung für die Beziehung zu sich selbst und zu allem, was uns begegnet. Absichtslose Liebe erlaubt Verbindung ohne Karma und führt zur Erfüllung des Lebens in Frieden und Freude. Ich freue mich sehr, wenn dieses Angebot von vielen von Euch wahrgenommen wird.
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Dann möchte ich noch das erste Weihnachtsseminar am Irrsee (Zell am Moos im Salzkammergut) nach vielen Jahren ankündigen. Es wird von Freitag 20. bis Sonntag 22. November stattfinden. Wir werden wieder den Adventmarkt in Mondsee besuchen, am Freitagabend, und die Turmbläser werden uns am Samstagabend in den Advent führen. Dies ist sicher ein Geschenk, das sich so mancher selbst machen kann, um in die Ruhe und in die Stille zu kommen, um die Hektik und den Trubel des Lebens einmal für diese Zeit loszulassen. Das Seminar wird am Freitag um 14:00 Uhr beginnen. Da die Plätze bei der Seewirtin begrenzt sind, empfehle ich eine ehebaldige Reservierung unter der Telefonnummer +43 6234 8210 4303. Sollten die Zimmer ausgebucht sein, so kontaktiert bitte den Fremdenverkehrsverein Mondsee unter der Telefonnummer +43 6132 26909 600. Genaue Details dazu folgen im Herbst.
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Und wir schließen die Augen, und wir kommen an einem stillen Platz zur Ruhe. Ohne Beziehung zur Außenwelt, mit abgeschaltetem Handy, ohne Musik, nur wir für uns. Und wir machen es uns bequem im Liegen oder im Sitzen. Wenn im Sitzen, dann in aufrechter Haltung. Und wir atmen tief ein – bis vier, und atmen tief aus – bis acht. Eins – zwei – drei – vier, eins – zwei – drei – vier – fünf – sechs – sieben – acht. Und unser ganzer Körper entspannt sich, der Geist wird ruhig, und wir sind bei uns. Ganz in unserem Zentrum. Ja, es ist schnell Sommer geworden. Die Hitze am Tag ist groß, und sie wird andauern. Die Sonne ist fordernd für uns in diesen Tagen. Sonne kann verbrennen, Sonne kann wärmen. Unser Herz in unserem Inneren kann verbrennen, wenn wir gierig sind oder eifersüchtig oder wütend oder so enttäuscht – und unser Herz kann uns wärmen. So kommen wir mit uns in den Frieden. Sehen wir einmal hin in unserem Leben, was wir noch zu befrieden hätten – in uns selbst. Frieden – allein wie das Wort klingt, wenn Ihr es in Eurem Inneren sagt – Friede. Friede sei mit mir, und Friede sei mit Dir. Friede sei mit mir heißt, sich selbst erlauben, alles was wir jemals erlebt haben, von Kindheit an, vielleicht noch früher, in den Frieden zu stellen, auszugleichen, loszulassen, sich selbst vergeben und anderen vergeben.
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Und ich will noch einmal ein wenig über das Loslassen sprechen. Loslassen erfordert zuerst, etwas da sein zu lassen, sonst können wir es nicht loslassen. So suchen wir uns und finden wir etwas in uns, was wir loslassen möchten. Vielleicht ein Erlebnis, vielleicht eine Emotion, eine Kränkung, ein sich zurückgestoßen Fühlen, und lassen wir es da sein. Und spüren wir auch den Schmerz, spüren wir die Emotion, und nehmen wir es an.
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Da sein lassen, nicht denken, nicht erklären, den Geist beruhigen. Nochmals: Da sein lassen, und akzeptieren wie die Situation war, wie das Erlebnis war, akzeptieren wie die Emotion sich anspürt. Sie tötet uns nicht. Wir spüren sie, und wir lassen sie da sein. Und wenn wir es nicht stark genug spüren, dann lassen wir es ein bisschen mehr da sein, auch wenn es Angst ist. Die Angst bringt uns nicht um. Die Angst ist nicht angenehm, doch die Angst ist etwas, was wir loslassen können, wenn wir es da sein lassen und akzeptieren. Und nun kommen wir eine Stufe höher. Ihr wisst, wir können eine Emotion auf der Ebene der Emotion nicht heilen. Wir müssen eine Stufe höher kommen. In den Mut. Die Angst – der Angst richtig ins Auge sehen. Richtig die Angst da sein lassen und mutig der Angst begegnen, wie wenn wir uns wehren müssten.
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Und als zweites wieder die Akzeptanz. Und als drittes die Liebe zu uns. In der Liebe zu sich und zu allem sind wir im Stadium der Heilung. Und dann sind wir bereit – bereit zum Loslassen. Wie wichtig ist das in unserem Leben. Sonst nichts mehr tun, nur bereit sein, bereit sein, dass etwas gehen darf, dass etwas von uns selbst, von mir und von Dir losgelassen werden darf. Ja, es ist auch ein Gefühl der Stärke. Das ist auch Sonnenenergie, dass uns die Emotion nicht verbrennt, sondern dass diese Sonnenkraft in uns ein Gefühl der Stärke erzeugt, dass wir sagen: Ja, es dient mir nicht mehr. Ich bin bereit. Jetzt bin ich bereit. Vielleicht nach vielen Jahren das erste Mal jetzt im Augenblick, jetzt bin ich bereit. Ich fühle es in mir, ich kann es gehen lassen.
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Meine Lieben, wie oft haben wir gesagt, wir sind die Meisterin, der Meister unseres eigenen Universums. Nur wir können in uns erschaffen, nur wir können in uns manifestieren. Wir können loslassen, manifestieren, von Manus, die Hand, etwas tun.
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Wir werden im nächsten Seminar auch nochmals genau darüber sprechen, über dieses Manifestieren in unserem Leben. Dazu gehört die Kraft, das ist Sommer, und zurückkommend zu dieser verbrennenden Kraft und dieser wärmenden Kraft: Setzen wir uns nicht unnötig der Sonne zu stark aus, suchen wir den Schatten, suchen wir die Morgen. Sind wir uns bewusst: Diese Zeit ist wie jede Jahreszeit eine Kostbarkeit, eine Kostbarkeit, in der durch diese Sonnenkraft, durch diese Wärme etwas in uns entsteht, was diese Kraft der Sonne in uns vergleichbar macht: Die Kraft unseres Herzens, die Sonne in unserem Herzen.
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Das ist Feuerelement, und dieses Feuerelement braucht als Ausgleich das Wasserelement. Das Herz braucht die Niere. Und wenn wir nun mit unserer Aufmerksamkeit in unserem Herzen diese Kraft spüren, so lassen wir die Kraft in diesem Augenblick einmal in unser Unterbewusstsein fließen, in das was unter uns ist, in das was tief in uns drinnen ist. Dort ist energetisch die Niere zu Hause. Wir lassen die Herzenskraft, diese Intensität, dieses Feuer, das uns manches Mal nicht schlafen lässt, wir lassen dies in den Unterbauch sinken. Und wir schauen uns an, spüren wo die Nieren sind, spüren wie weit wir hinunterkommen in unserem Körper, ganz tief hinunter in unseren Unterbauch. Und dort lassen wir die Feuerkraft und die Wasserkraft sich mitsammen verbinden. Das ist in dieser Zeit, in der es so heiß ist, in der wir das eigentlich gar nicht gewöhnt sind, um diese Jahreszeit diese Hitze zu haben, eine so wichtige Übung: Einatmen, und mit dem Herzen fokussieren, mit dem Herzen verbinden, und im Ausatmen hinuntersinken lassen, an der Wirbelsäule entlang oder vorne entlang in unserem Wesen, in unserem Körper auch an der Vorderseite der Wirbelsäule hinunterfließen lassen in den Unterbauch, damit diese Feuerkraft durch unsere Wasserkraft gekühlt wird. Dann kann uns die Hitze nichts anhaben. Und dann werden wir aus dieser Zeit auch das, was wichtig ist, was diese Zeit auch so stark symbolisiert, nämlich die Wärme, in uns reguliert, wahrnehmen können.
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Wir lassen Hitze in uns nicht zu, auch wenn es außen heiß ist. Wir suchen den Schatten, wir suchen den Morgen, wir suchen die Nacht, dass es außen ein wenig kühler wird. Und wir lassen die Hitze unseres Herzens mit unserem Wasser, mit unserer Niere energetisch in Verbindung treten. Immer wieder, immer wieder sinken lassen in den Unterbauch, dass die Aufregung, die Aggression, das zu-viel-Müssen, das präsent-Sein, diese Intensität, dass die vermindert wird. Wenn wir sie sinken lassen hinunter, dann wird die Spannung in unserem Körper, die Spannung in unserem Geist losgelassen. Diese Zeit ist eine Zeit der Kraft.
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Wenn wir es mit dem Winter vergleichen, im Winter haben sich die Bäume zurückgezogen in sich selbst. Im Sommer treibt alles aus, es blüht, es kommen Blätter, es wird grün, und das ist wunderbar. Doch eben manches Mal zu viel. Und diese Kraft des Sommers benötigen wir. Wir benötigen sie, um Dinge, Aspekte, Prozesse in uns zu gestalten, die uns in eine Änderung führen, auch Prozesse in uns gestalten, die uns dazu anspornen, häufig, jeden Tag zumindest eine halbe Stunde, eine Stunde in Meditation zu gehen, um Verbindung mit uns aufzunehmen. Das ist eine Herausforderung, weil wir manches Mal fernsehen wollen, oder spazieren gehen wollen, oder Abendessen wollen, irgendetwas anderes, oder uns mit Freunden treffen. Und am Schluss, wenn wir dann vielleicht gar keine Kraft haben, dann kommt uns in den Sinn: Ich könnte doch auch meditieren. Dann werden wir möglicherweise vom Ergebnis der Meditation enttäuscht sein. So lassen wir uns die Meditation einbauen in die Struktur unseres Tages. Vielleicht vormittags, wenn es noch kühl ist.
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Und ich will Euch ein paar Fragen stellen, und wir werden diese Fragen nun meditativ beantworten.
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Fragen über unser Wesen, Fragen über unser Sein. Nur wenn ich mich selbst erkenne, kann ich mich zu einer Änderung entschließen, um mich tatsächlich zu verwirklichen. Wollen wir so bleiben wie wir sind? Wollen wir in jedem Bereich so bleiben wie wir sind? Wissen wir das eigentlich? Spüren wir das eigentlich? Ja, wir können es spüren, wenn wir den Drang in uns, uns selbst zu erkennen, tatsächlich an die Oberfläche kommen lassen.
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Erste Frage: Wie stark vertraue ich meiner inneren Stimme? Sagt den Satz ganz leise, diese Frage leise in Euch, auch lautlos Euch nochmals: Wie stark vertraue ich meiner inneren Stimme? Habe ich eine Beziehung zu meiner inneren Stimme? Bin ich kontinuierlich mit ihr verbunden vielleicht sogar, und höre ich, wie ich mich entscheiden soll? Höre ich was das höchste Gut ist? Höre ich in mir, dass Friede und Vergebung das ist, was letztendlich zur Lösung führt?
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Ich kann meiner inneren Stimme nur dann vertrauen, wenn ich an diese innere Stimme glaube, und an diese innere Stimme zu glauben heißt, ich will verbunden sein. Ich darf verbunden sein mit mir. Das kann ich nur in Stille, in Ruhe, in Hingabe, und in Demut. Diese Verbindung in uns mit uns selbst, die lassen wir geschehen, indem wir uns im Geist, oder vielleicht auch körperlich mit unseren Armen umarmen. Dann fühlen wir Verbindung, Verbundenheit mit uns, tiefe innere Verbindung. Und wir atmen ruhig und tief, und lassen diese Verbindung kommen, oder da sein. Und nun gehen wir in unser Herz und verbinden uns mit unserem Herzen, bis wir Freude empfinden in uns.
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Und wir haben die Augen geschlossen, und wir stellen unserem Herzen eine Frage, eine Lösung: Liebes Herz, ist das gut für mich? Soll ich mich so entscheiden? Und wir lassen die Beantwortung dieser Frage offen, wir haben nicht eine vorgefasste Meinung, sondern wir horchen in diese Verbindung, was uns das Herz, unsere innere Weisheit, zu sagen hat. Und lassen es geschehen – wieder dieses Kommen lassen, dieses Geschehen lassen in Demut und Hingabe. Hineinspüren in mich. Das ist Voraussetzung, meine Lieben, für vieles. Das ist eine Abkehr vom Außen. Es ist das Beobachten von außen, das Wahrnehmen von außen und es draußen lassen, sonst gehen wir energetisch zugrunde. Wenn wir all das, was auf dieser Welt geschieht, wie oft habe ich es gesagt, wenn wir all das integrieren, dann haben wir so viel fremde Energie in uns, dass wir uns gar nicht auskennen, wie wir unser Leben gestalten sollen. Wir lassen die Energie des Außen, die Fremdenergie draußen, und nehmen mit unserem Herzen, mit unserem Wesen, vielleicht mit unserer Seele Verbindung auf. Und fragen und hören. Lassen wir zu, dass etwas in uns sagt: Frag mich. Ich werde Dir Antwort geben. Mach Deine inneren Ohren auf. Mach Dein inneres Gefühl auf, damit Du mich hörst, damit Du mich verstehst.
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Nächste Frage: Wie bereit bin ich, in meine innere Stille zu gehen? Ja, wie bereit bin ich denn? Ist es etwas, was meinen Lebensplan dominiert, etwas wovon ich sage: Das ist mir wichtig, das brauche ich für mich, das brauche ich für mein Seelenheil, für meinen inneren Frieden brauche ich das, dass ich in meine Stille gehe, dass ich die Hektik der Welt draußen lasse. Und umkehre in meiner Aufmerksamkeit an mich zurück. Diese Stunde sollte das Zentrum unseres Tages sein. Wann auch immer es ist, nur tun wir es.
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Und wie oft sprechen wir darüber in Seminaren, und wie beglückende Ergebnisse, Erlebnisse haben wir. Ergebnisse und Erlebnisse, wunderbare. In diesen Gruppen, die so wunderbar, ja ich möchte fast sagen, wie ein Konzert, wie ein Orchester funktionieren. Jeder gibt und jede gibt in diese gemeinsame Energie und erhält um so vieles mehr zurück. Bin ich bereit, diese Meditation täglich für mich zu gestalten? Bin ich bereit, in meinen Lebensplan, in meinen Tagesplan diese Stunde einzukalkulieren? Oder sagt etwas in mir: Das bringt doch eh nichts. Oder sagt etwas in mir: Dafür habe ich keine Zeit. Werden wir mit unserer Zeit, mit unserer kostbaren Zeit, sorgsamer. Spüren wir, wofür wir unsere Zeit verwenden wollen. Spüren wir, was wir mit unserer Zeit anfangen, und glauben wir nicht, wenn ich nicht im Außen präsent bin, kann ich nicht glücklich sein. Die Quelle unseres Glücks, die Quelle unserer Freude ist unser Herz. Es liegt nicht draußen. Ja, wir können uns mit anderen Menschen freuen und mit anderen Menschen glücklich sein, doch die wahre Quelle, die wahre Quelle unserer Freude und unseres Lebensglücks liegt in uns.
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Dritte Frage: Wie stark ist mein Wunsch, an meiner inneren Transformation zu arbeiten? Nochmals: Wie stark ist mein Wunsch, an meiner inneren Transformation zu arbeiten? Wir wissen, Wünsche nach außen können erfüllt sein, oder erfüllt werden, oder nicht. Der Wunsch im Außen ist ein wenig trügerisch. Ich wünsche mir etwas von Dir, was ich selbst nicht habe. Das darf schon sein, solange ich mich von der Wunscherfüllung nicht abhängig mache, solange ich nicht zum anderen sage: Erfülle mir diesen Wunsch, ich brauche das jetzt. Nein: Ich wünsche mir etwas von Dir. Wenn Du es erfüllst, ist es gut. Wenn Du es nicht erfüllst, meine Lieben, ist es auch so gut. Dann sind wir frei. Dann sind wir unabhängig. Dann können wir leben in uns, und dann machen wir den anderen auch frei. Dann entstehen Beziehungen auf Augenhöhe, in denen wir nicht das tun, was der andere will, sondern indem wir das tun, was unser Herz in diesem Augenblick will. Das ist Wünschen. Und hier geht es um den Wunsch, an unserer inneren Transformation zu arbeiten. Transformation, Änderung, etwas in eine andere Form bringen, etwas in uns so zu ändern, dass aus Hass Liebe entsteht. Hass und Liebe sind zwei Emotionen, die unendlich stark zusammengehören. Sie sind eigentlich, wenn man so will, zwei Pole eines Gefühlsausdrucks. Und wie oft schlägt sogenannte Liebe in Hass um, oder manches Mal, Gott sei Dank auch umgekehrt. Transformation. Ich erkenne etwas in mir, und sage meinem Herzen: Ich will das ändern. Und das Herz sagt: Worum geht es denn? Und dann sagen wir vielleicht: Ich bin so enttäuscht von diesem anderen Menschen, der war so böse zu mir. Und das Herz sagt: Kränk Dich nicht, lass los. Spüre einmal, was vielleicht Dein Anteil ist, und vergib. Vergib Dir selbst, dass Du Dich vielleicht, ja, abhängig gemacht hast vom anderen, und vergib ihm, oder ihr. Die Transformation unserer eigenen Emotionen, unserer Gedankenmuster, unserer Glaubensmuster ist etwas Essenzielles. Sonst sind wir nicht frei.
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Solange ich nach Glaubensmustern und nach Gedankenmustern lebe oder denke, denke ich ja das Muster. Ich denke ja nicht meine Tiefe, ich spüre ja nicht meine Tiefe, sondern ich denke und lebe und fühle nach einem Schema. Wenn wir das erkennen, so werden wir das transformieren können. Wir werden es transformieren wollen, und es wird uns auch gelingen. „Das kann ich nicht“ ist ein Glaubensmuster. „Das kann ich nicht.“ „Das geht ja nicht.“ Dann lassen wir das einmal los, wie vorher in der Meditation ganz am Anfang erläutert. Und dann überlegen wir einmal: Warum glaube ich, das denn nicht zu können? Weil mein Selbstwert, mein Selbstbewusstsein nicht groß genug ist und nicht stark genug. Ich ließ es mir wegnehmen, vielleicht in meiner Unschuld als Kind. Vielleicht hörte ich oft den Satz: Das kannst Du eh nicht. Ach, Du wirst es nie können. Und das ist geblieben. Das muss aber nicht bleiben, sondern das kann losgelassen werden, das kann transformiert werden. Wie groß, und das ist die Frage, ist denn mein Wunsch, tatsächlich an dieser inneren Transformation zu arbeiten? Der Wunsch, dass wir das nicht hätten, ja, den hat wohl jeder. Doch das in das Zentrum des Lebens zu stellen: Daran zu arbeiten, es zu lernen, in die Meditation zu gehen, und all diese Dinge letztendlich loszulassen und zu heilen. Ist es Dein Wunsch? Sei ehrlich zu Dir. Wenn Du diesen Wunsch nicht hast, dann hast Du möglicherweise auch als Thema Selbstliebe, dass Du glaubst, es funktioniert nicht. Das bin ich mir ja gar nicht wert. Ich schau doch lieber auf den Nachbarn, und geht der einkaufen, als dass ich mich selbst um mich kümmere in meiner Liebe. Ich bin wertvoll. Als Affirmation: Ich bin wertvoll. Ich bin es mir wert, an mir etwas zu transformieren, was mich quält, was mich ängstigt, was mich traurig macht, was mir mein Lebensglück nimmt. Und wie viele solche Fragen hätten wir, und haben wir. Vieles hängt mit der inneren Disziplin zusammen. Vieles hängt auch damit zusammen, dass wir uns nicht ausreichend mit alldem beschäftigen.
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Meine Lieben, dafür sind diese Seminare da. Gönnt es Euch. Ich wünsche Euch von Herzen einen schönen Sommer. Sucht die Kühle, findet die Stille, und findet Verbindung und Frieden mit Euch.
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Für heute grüße ich Euch herzlich,
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